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V.A. NEONBEATS compilation | 2CD Please login to view the prices!
  V.A. NEONBEATS compilation 
 
BestNr: GG150    /    EAN: -    /    label: Klanggalerie/    file: Minimal / Wave
A collection of Austrian underground, new wave, postpunk, minimal electronics, industrial from 1978-1989.
All songs selected here have  never been available on CD before.  37 songs total, 37 different bands.

Tracklist  :

CD 1

1. Sternenstaub - Heut ist Silvester
2. Ronnie "Rocket" Urini - Sail, Ship ...
3. Passepartout - I will subside
4. Gameboymusicclub - Viele bunte Autos
5  Zyx - What do you live for
6. Flamingo - Neonbeat
7. Plastix - Konsumier mich
8. Squishy Squid - Christkind
9. Neonbeat - Der Einzelgänger
10. Pas Paravant - Hu
11. 001 Znort 101 - Stoubinen
12. Molin & Jox - Regenleichen
13. Wissenschaftliche Sensation - Ich weiss Null
14. Rassemenschen helfen armen Menschen - Alles ist mir recht
15. Westblock - Europa
16. Astaron - Burst out
17. Ernste Jugend - Fühlen Sie die Macht
18. Gary Danner/DNV - Übergang

CD 2

1. Collapsing New People - Seereen
2. Red Chamber - Grain
3. Modell D'oo - Don't overact
4. The Thorns - Autumn
5. Bates Unltd. - Why can't I be you
6. Molto Brutto - Leichen
7. Die Nervösen Vögel - Black Helicopter landing
8. Kreisky - Blasen
9. Chuzpe - Feder & Magnet
10. Karl Gott - Oh bitte tanz nicht
11. The Vogue - A doll spits cubes
12. Gottfried Distl & Band - Johnny Texas
13. Poligam - A Dur Blues
14. Rröslein Tott - Was wir bergen in den Särgen
15. Asstart - Forced to Dance
16. Gelbe Zone - Neapolytaner
17. Roter Rot - Green Tree Mafia
18. Monoton - Slow
19. Peterlicker - E-Song


Produktinfo:

Die Geschichte der österreichischen Underground Musik der letzten 30 Jahre!
Alle Tracks noch nie zuvor auf CD erschienen! Von New Wave über Postpunk bis
hin zu Industrial.

Die Vergangenheit ist die Zukunft der Gegenwart. Ist es so? Die 80er Jahre
gelten ja als dunkles Jahrzehnt der Populärkultur und der
(Pop)Musikgeschichte sowieso. Frivole Fönwellen, Lacoste-Leiberln, Duran
Duran, der ganze Kram. Gerne wird vergessen/unterschlagen, dass es in den
80ern unterhalb der Oberfläche durchaus rumorte, sich in gar nicht so
entlegenen Nischen einiges bewegte. Paar Namen gefällig: Die frühen
gnadenlosen Sonic Youth, Nick Cave als bärbeißiger Wüterich, die Grunge
Wegbereiter Hüsker Dü, Pixies, Dinosaur jr., Elektro-Pioniere wie DAF oder
Soft Cell und viele andere mehr, das alles entsprang den ungeliebten
Eighties.

Und was tat sich in dieser Zeit in Wien, in Österreich? Wenig bis gar nix
lautet der kanonisch wiedergekaute common sense. Keine Lokale, keine
relevante Szene, keine relevanten Bands, eine Subkultur, die sich allenfalls
durch Larmoyanz und Selbstmitleid auszeichnete, tote Hose, mit einem Wort.
Punkt oder Fragezeichen? Im Vergleich zur Jetztzeit mag das Wien der 80er
Jahre tatsächlich als balkanesisches graues Kaff, abgeschottet von der
Weltöffentlichkeit erscheinen - aber diese Einschätzung greift dennoch zu
kurz.

Die Institution der 80er war bekanntlich das bis heute existierende, aber
längst nicht mehr maßgebende U4. Damals nicht nur unverzichtbarer
Szene-Treffpunkt sondern vor allem auch der beste Platz, um internationale
Bands live zu sehen. Eine nicht unwesentliche Rolle als Auftrittsort für
Wiener Acts von Hansi Lang bis Blümchen Blau fiel eigenartigerweise auch dem
schon damals "schwarzen" Metropol zu. Das erdigere Gegengewicht bildete das
Amerlinghaus, wo die Grenzen zwischen Alternativkultur und New-Wave-Tum sehr
diffus verschwammen. In der "Gaga" probten u.a. auch die Vielen Bunten
Autos, deren Mitglieder gemeinsam mit Leuten von Karl Gott Ende 1983 die
Blue Box ins Leben riefen. Zu diesem Zeitpunkt konnte man nicht ahnen, dass
dieses Lokal sich zur kreativen Keimzelle der weiteren Wiener Musikjahre
entwickeln würde. Denn eigentlich war die Lokaleröffnung ein fatalistischer
Schritt - 1983 war die angesprochene "Aufbruchsstimmung" verpufft, sowohl
die Vielen Bunten Autos als auch Karl Gott befanden sich in Auflösung, viele
Illusionen hatten sich in Luft aufgelöst, ein halbwegs selbstbestimmter
Brotjob musste her. Aber die Blue Box mauserte sich im Handumdrehen zum
Sammelbecken aller möglichen Kreativlinge

Bis zum (alten) Flex in der Arndtstraße und dem (alten) Chelsea in der
Piaristengasse und einer flächendeckenden DJ- und Livekultur, wie sie heute
selbstverständlich ist, war es trotzdem noch ein weiter Weg, der erst in den
90ern gangbar gemacht wurde. Die 80er in Wien: Archaische Zustände, viel
Naivität, viel zufälliges oder aus der Not geborenes. Aber die Saat für
alles weitere wurde hier gelegt. Und fad ist einem auch damals nicht
geworden. Den Soundtrack dazu kann man hier nachhören.

Chris Duller


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